Ab 2026 wird der verpflichtende Beratungseinsatz für Pflegegeldempfänger deutlich flexibler, moderner und einfacher. Die wichtigsten Neuerungen:

1. Beratung per Video möglich

Pflegegeldempfänger können den Beratungseinsatz künftig digital per Videotelefonie durchführen lassen. Das bedeutet:

  • kein zwingender Hausbesuch mehr
  • weniger Aufwand für Angehörige
  • schneller verfügbare Termine

2. Telefonische Beratung in Ausnahmefällen

Wenn ein Videoanruf nicht möglich ist (z. B. technische Probleme), kann die Beratung telefonisch stattfinden. Das war früher nicht zulässig.

3. Digitale Dokumentation

Pflegedienste können den Beratungsnachweis:

  • digital ausfüllen
  • elektronisch an die Pflegekasse übermitteln

Das spart Zeit und reduziert Fehler

4. Mehr Fokus auf Entlastung der Angehörigen

Die Beratung soll ab 2026 stärker darauf eingehen:

  • welche Leistungen noch nicht genutzt werden
  • wie Überlastung vermieden werden kann
  • welche Entlastungsangebote sinnvoll sind

Der Einsatz wird also inhaltlich hilfreicher, nicht nur eine Pflicht.

5. Einheitlichere Regeln

Die Vorgaben für Fristen, Inhalte und Nachweise werden klarer strukturiert. Das bedeutet weniger Unsicherheit für:

  • Pflegegeldempfänger
  • Angehörige
  • Pflegedienste